Zugschaffnerin berichtet: Wie Gewalt gegen Bahnmitarbeiter den Alltag prägt

Meinolf Barkholz
Meinolf Barkholz
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Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Zugunglücks mit Menschen in Helmen drumherum, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Meinolf Barkholz

Zugschaffnerin berichtet: Wie Gewalt gegen Bahnmitarbeiter den Alltag prägt

Zugschaffnerin aus Saerbeck spricht über Gefahren für Bahnmitarbeiter

Mandy Brune, eine Zugbegleiterin aus Saerbeck, macht auf die Bedrohungen aufmerksam, denen Eisenbahnangestellte täglich ausgesetzt sind. Sie unterstützt eine Kampagne, die auf die Misshandlungen und Gewaltandrohungen hinweist, unter denen viele Beschäftigte im Berufsalltag leiden. Ihr Appell für mehr Sicherheit kommt zu einer Zeit, in der die Angriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn weiterhin besorgniserregend hoch sind.

Brune arbeitet als Zugschaffnerin, doch sie wurde wiederholt verbal beleidigt und mit Gewalt bedroht. In einigen Fällen filmten Fahrgäste die Vorfälle, statt einzugreifen und zu helfen. Die fehlende Solidarität empfindet sie als erschütternd – trotz ihrer Leidenschaft für den Beruf.

Die Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" zielt darauf ab, das Bewusstsein der Reisenden zu schärfen. Brune ist überzeugt, dass erste Maßnahmen Wirkung zeigen: Immer mehr Fahrgäste würden sie mittlerweile unterstützen, wenn sie mit Aggressionen konfrontiert wird.

Hinter ihrer persönlichen Geschichte verbirgt sich jedoch ein strukturelles Problem. Offizielle Zahlen belegen, dass im Jahr 2023 1.708 Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn bei der Polizei angezeigt wurden. Die Gewerkschaft EVG fordert daher strengere Schutzmaßnahmen, darunter doppelt besetzte Schichten, Körperkameras und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte gegen Bahnmitarbeiter.

Brunes Erlebnisse spiegeln ein flächendeckendes Sicherheitsproblem im öffentlichen Nahverkehr wider. Die Kampagne setzt sich weiterhin für Veränderungen ein – in der Hoffnung, dass künftig mehr Fahrgäste in kritischen Situationen eingreifen. Gleichzeitig verlangen Gewerkschaften und Beschäftigte konkrete Schritte, um die Gewalt am Arbeitsplatz einzudämmen.

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