Seltene Skibergsteiger-Ausrüstung für Kölner Stadtmuseum zum Jubiläum geschenkt

Meinolf Barkholz
Meinolf Barkholz
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Eine Schwarz-Weiß-Radierung von einer schneebedeckten Gebirgskette mit einem Fluss, unter einem klaren Himmel, mit der Beschriftung "Alpine Skiing in Switzerland" unten.Meinolf Barkholz

Seltene Skibergsteiger-Ausrüstung für Kölner Stadtmuseum zum Jubiläum geschenkt

Köln: Kölner Stadtmuseum erhält seltene Sammlung historischer Skibergsteiger-Ausrüstung zum 150. Jubiläum des Kölner Alpenvereins

Das Kölner Stadtmuseum hat eine seltene Sammlung historischer Skibergsteiger-Ausrüstung erhalten, um das 150-jährige Bestehen des Kölner Alpenvereins zu feiern. Die Ausrüstung gehörte einst Reinhold Kruse, einem ehemaligen Archivar des Vereins, und wurde auf anspruchsvollen Hochtouren in den Alpen eingesetzt. Die Schenkung unterstreicht das Engagement des Museums, die Sportgeschichte der Stadt zu bewahren.

Zu der Ausrüstung zählen Tourenski, Steigfelle, Steigeisen und Stöcke – allesamt auf anspruchsvollen Expeditionen genutzt. Ein besonderer Höhepunkt war die Winterbesteigung des Monte Troodelöh im Jahr 2009, mit 3.478 Metern der höchste natürliche Gipfel Kölns. An dieser Tour nahmen Hansjörg Auer, Hans Lochner und Max Reichel teil. Sie setzten dabei auf traditionelle Hilfsmittel wie Eispickel, Seile und minimale Sicherheitsausrüstung – ganz ohne moderne Technologien wie GPS oder Lawinen-Verschüttetensuchgeräte.

Seitdem hat sich die Technik im Skibergsteigen rasant weiterentwickelt. Schwere Ausrüstung wurde durch leichte Materialien wie Carbon und langlebige Carbonfaser-Steigeisen ersetzt. Elektronische Sicherheitshilfen wie ABS-Lawinenairbags, Black-Box-Tracker und RECCO-Reflektoren erhöhen heute die Sicherheit. Skier wurden breiter, mit Rocker-Form und Klebebindungen konstruiert, während die Bekleidung Hochleistungsstoffe wie Gore-Tex Infinite und Aerogel-Isolierung nutzt.

Die Kölner Sektion des Deutschen Alpenvereins, 1876 gegründet, ist mit über 26.000 Mitgliedern mittlerweile der zweitgrößte Sportverein der Stadt. Die gespendete Ausrüstung wird vorerst im Archiv des Museums verwahrt und nicht sofort ausgestellt. Die Institution sieht die Sportgeschichte als zentralen Bestandteil ihrer Arbeit – ein Spiegel der langjährigen Verbindung zwischen Verein und Stadt.

Der Erwerb markiert einen Meilenstein in der 150-jährigen Vereinsgeschichte. Die historische Ausrüstung bietet einen Einblick in die Entwicklung des alpinen Sports – vom traditionellen Handwerkszeug bis zur modernen Spitzentechnologie. Zwar ist die Sammlung noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, doch wird sie für künftige Forschungen und Ausstellungen bewahrt.

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