Robotikfirma zwischen Rekordaufträgen und finanziellen Abgründen – kann die Wende 2026 gelingen?

Serpil Mende
Serpil Mende
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Ein Cartoon eines Polizisten, der ein Schild hält, auf dem steht: "Ich vermute, dass unsere KI etwas gegen uns plant", während zwei Roboter vor ihm stehen, einer hält ein Blatt Papier, mit einer Wand mit einem Bildschirm und Knöpfen im Hintergrund.Serpil Mende

Robotikfirma zwischen Rekordaufträgen und finanziellen Abgründen – kann die Wende 2026 gelingen?

Ein Robotikunternehmen, das auf autonome Systeme spezialisiert ist, kämpft trotz jüngster Rüstungsaufträge und Produkttests mit finanziellen Schwierigkeiten. Die Aktie notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei 6,94 Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber ihrem Höchststand. Dennoch zeigt sich die Unternehmensführung optimistisch in Bezug auf künftiges Umsatzwachstum und Expansionspläne.

Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro, während der Umsatz gerade einmal 0,25 Millionen Euro erreichte. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass das EBITDA weiterhin negativ bleiben wird, und zwar zwischen -6 und -8 Millionen Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen jedoch eine deutliche Wende und prognostiziert einen Umsatz von 44 bis 55 Millionen Euro – potenziell das 220-Fache des Vorjahreswerts.

Im Verteidigungsbereich erfüllt das Unternehmen einen Auftrag für die Bundeswehr unter seiner Marke "Circus Defence", der sich auf autonome Versorgungsoperationen konzentriert. Zudem unterzeichnete es eine Rahmenvereinbarung mit der ukrainischen Plattform BRAVE1, um autonome Verteidigungssysteme zu entwickeln. Diese Verträge ergänzen sein wachsendes Portfolio, zu dem über 8.000 Vorbestellungen im theoretischen Wert von 1,6 Milliarden Euro zählen.

Im kommerziellen Sektor testet die REWE Group in Düsseldorf den Kochroboter CA-1 des Unternehmens. Nach einer achtmonatigen Testphase soll über eine breitere Einführung entschieden werden. Unterdessen erwarb Dr. Jan-Christian Heins, Vorsitzender des Aufsichtsrats, kürzlich Aktien im Wert von rund 10.000 Euro – ein kleines, aber beachtliches Zeichen des Vertrauens.

Die Aktienperformance spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider: Mit einem aktuellen Kurs von 6,94 Euro liegt sie nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 6,86 Euro und damit etwa 71 Prozent unter ihrem Höchststand.

Die finanzielle Zukunft des Unternehmens bleibt ungewiss, da die Verluste 2025 anhalten und das EBITDA voraussichtlich negativ bleiben wird. Dennoch könnten Rüstungsaufträge, Vorbestellungen und potenzielle kommerzielle Partnerschaften im Jahr 2026 zu einem deutlichen Umsatzwachstum führen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die strategischen Weichenstellungen in eine finanzielle Erholung umsetzen lassen.

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