NRW-Minister steigen von E-Autos auf Diesel um – warum die Reichweite sie zwingt

Meinolf Barkholz
Meinolf Barkholz
2 Min.
Ein Plakat zeigt ein Auto, das vor einem Haus mit einem Baum im Hintergrund geparkt ist und Steuergutschriften von bis zu 7.500 USD für neue Elektrofahrzeuge und bis zu 4.000 USD für gebrauchte Elektrofahrzeuge bewirbt.Meinolf Barkholz

E-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister steigen von E-Autos auf Diesel um – warum die Reichweite sie zwingt

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk hat seinen elektrischen Dienstwagen gegen einen Diesel-Audi A8 L getauscht. Der Wechsel erfolgte nach Beschwerden über die begrenzte Reichweite seines bisherigen elektrischen BMW i7 bei langen Fahrten. Er ist nicht der einzige Minister in der Landesregierung, der diese Entscheidung trifft.

Mehrere weitere Amtsträger haben sich ebenfalls für Verbrenner entschieden – aus praktischen Gründen. Eine Minderheit der Kabinettsmitglieder nutzt hingegen weiterhin rein elektrische oder Hybridmodelle für Dienstfahrten.

Optendrenks Entscheidung fiel nach der Erfahrung, dass der elektrische BMW i7 für längere Strecken ungeeignet war. Die Reichweite des Fahrzeugs reichte für seine Anforderungen nicht aus, weshalb er nun auf den Audi A8 L 50 TDI Quattro umgestiegen ist. Bauministerin Ina Scharrenbach ging einen ähnlichen Weg und tauschte ihr E-Auto gegen ein Dieselmodell.

Auch andere Minister folgten diesem Beispiel: Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Europaminister Nathanael Liminski setzen für ihre Dienstfahrten auf Diesel. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul haben dagegen keine Wahl – ihre gepanzerten Dienstlimousinen sind ausschließlich mit Verbrennermotoren erhältlich.

Trotz des Trends bleiben sieben Kabinettsmitglieder bei rein elektrischen oder Hybridfahrzeugen. Dazu zählen Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen. In Kürze laufen mehrere Leasingverträge für Dienstwagen aus, wobei einige Minister bereits neue E-Autos bestellt haben. Mindestens ein Amtsträger entschied sich jedoch erneut für einen Diesel.

Der Rückzug von Elektrofahrzeugen unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei Reichweite und Alltagstauglichkeit für manche Politiker. Während einige Minister weiterhin auf elektrische oder hybride Lösungen setzen, vertraut die Mehrheit nun auf Verbrenner. Die anstehende Neuvergabe der Leasingverträge könnte das Verhältnis zwischen E-Autos und Dieselmodellen in der Fahrzeugflotte der Landesregierung weiter verschieben.

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